F2-Junoren 2008/2009



Bericht zum Internationalen Feldturnier beim ISK Innsbruck

am 30.05-31.05.2009 

1.Platz der U9/F2 des STV Deutenbach




Kleine Deutsche Fußballmannschaft international ganz groß!

Als eine Unbekannte Provinzmannschaft fuhren wir von Deutenbach über Stein, Nürnberg, Feucht, Greding, Ingolstadt, München in die wunderschöne Tiroler Alpen auf die Axamer Lizum nach Innsbruck. Wir wollten den Bekanntheitsgrad des Vereins und der Stadt Stein über Deutschland hinaus erweitern.

Belohnen wollten wir damit auch unsere Mannschaft für die letzten zwei erfolgreichen Jahre mit attraktivem Fußball und ihrem Ehrgeiz.

Wir wurden im Hotel Olympia von Peter, der unser Betreuer von Euro-Sportring war, sehr herzlich und freudig empfangen, er berichtete uns wie der genaue Turnierablauf gestaltet wurde. Als erste Aufgabe in der Trainerfunktion machte ich mich gleich über den Turnierplan her und malte mir in Gedanken unsere Mannschaftsaufstellung im Kopf aus. Meine Frau, die ja Zeit hatte, räumte das Zimmer ein. Nach und nach trudelte der Rest der Mannschaft im Hotel ein. Die Kids waren von den berauschenden Bergen sehr begeistert und angetan. Am Abend saß die komplette Mannschaft mit Anhang am Gabentisch und haute sich den Ranzen voll. Dominik und ich waren danach beim Trainerempfang eingeladen. Die Fahrt dorthin dauerte fast genauso lange wie die Fahrt von unseren Heimatort nach Österreich, bei Speis und Trank wurde uns der Präsident vom Innsbruck SK vorgestellt und noch einige andere Krawattenträger.

Am nächsten Morgen nach gemeinsamen Frühstück fuhren wir zur Eröffnungsfeier, von da an merkten die Jungs, dass dieses Turnier was ganz besonderes ist. Sie liefen mit 48 Mannschaften auf dem Spielfeld ein, und als dann noch die Nationalhymne aus den Lautsprechern erklang, wurden sie immer größer und stolzer. Nach der Zeremonie fuhren wir zu unserem Spielort in der Wiesengasse, um unser erstes Spiel zu bestreiten gegen SPG Innsbruck 2. Die STV Truppe und unsere Eltern wunderten sich über die Körpergröße des Gegners? Einen Unterschied muss es ja geben, wir waren mit einem Jahr jüngeren Jahrgang zu diesem Turnier gefahren. Das wusste ich schon im Voraus, dass wir die Jüngsten und Kleinsten sind. Unsere Fußballer spornte das nur an und sie lieferten eine große Partie ab. In den ersten 8 Min. überrollte der D-Zug vom STV den SPG gewaltig und erzwang sich reihenweise Torchancen. In der 11. Min. war es endlich soweit, Ricki erzielte unser erstes Tor auf internationalem Boden zum hoch verdienten 1:0 Führung, dies war auch der Pausenstand. Nach der Pause kam SPG dann etwas besser ins Spiel, und Dennis vereitelte einige Male mit Glanzparaden den Ausgleich. Wir haben das Spiel mit 3:1 am Ende gewonnen. In der zweiten Partie gegen SPG Innsbruck 1 kam uns etwas spanisch vor, naja kommen wir später dazu. Begonnen hat die Mannschaft, wie sie in der ersten Partie aufhörte, mit Kombinations-Fußball, der Ball lief super durch die Reihen. Nur die Torausbeute war mangelhaft und die Spieler der SPG Elf waren körperlich wie Baumstämme. Es war sehr schwer, sich gegen Sie durchzusetzen. Jeder Spieler von uns holte aus sich noch ein paar Prozent heraus und hielt körperlich voll dagegen. In der 9. Min. erzielten wir trotzdem die 1:0 Führung durch Dominik. Die Führung hielt bis zum Pausenpfiff. Als aus der Runde der Österreicher noch der Hinweis kam, der STV schlage sich ganz wacker gegen 98er und 99er Kinder, da ging uns ein Licht auf. Unsere Jungs spielten die zweite Hälfte tapfer und überengagiert weiter. Bis der Anschlusstreffer fiel, verzweifelten die Stürmer von SPG an unserem Torhüter Dennis, der überragend parierte. Die Paraden halfen dann auch nichts mehr. Wir verloren das Spiel unverdient mit 2:1. Nach dem Spiel legte ich Protest ein, der dann anerkannt wurde. Das Spiel wurde dann 3:0 für uns gewertet. Es stellte sich heraus, dass zwei 99 Jahrgang und ein 98 Jahrgang mitgespielt hatten. Danach war der STV der Buhmann bei den Ösis, „was wir den Kindern angetan haben ist unfair“ hieß es von den Österreichischen Eltern. Als Trainer sollte er sich selbst an die eigene Nase fassen, wie er unfair unseren Kindern gegenüberstehe und seine älteren Kinder gegen unsere drei Jahre jüngeren spielen ließ. Dieser Trainer gaukelt seine Kinder vor, wie stark sie sind, er belügt seine Kinder dadurch. Dieser Fall wird vereinsintern beim SPG Innsbruck noch ein Nachspiel haben. Unser letztes Vorrundenspiel mussten wir gegen ASBO (FR) bestreiten. Der Gegner erwies sich als bärenstark und fußballerisch sehr gut ausgebildet. Es entwickelte sich eine technisch hochklassige Partie, Chancen auf beiden Seiten. Mit glücklichem Ende für die Franzmänner sie haben das Spiel 1:0 gewonnen, es hätte genauso 1:0 für uns enden können. Revanche gibt es morgen. Nach anstrengendem ersten Turniertag fuhren wir auf unser Hotel zum Abend essen. Unsere Kids hatten immer noch viel Energie im Körper, diese tanzten sie bis Mitternacht in der Disco aus. Wir Erwachsenen saßen in geselliger Runde zusammen und ließen den Tag und das Turnier nochmals Revue passieren. Erkenntnis der Eltern war, sie fahren hierher ohne hohen sportlichen Erfolg zu erwarten, doch nach diesem Tag stand bei Einigen die Nummer 1 in den Pupillen, die ich selber sah in ihren Augen.

Am nächsten Tag am Spielort teilte uns die Turnierleitung mit, dass die Mannschaft SPG Innsbruck 1 aus dem Turnier ausgeschlossen worden ist, aber um einen reibungslosen Spielablauf zu gewähren, die Mannschaft außer Konkurrenz weiter spielen wird und ihre Spiele dann mit 0:3 verloren gewertet werden. Unser erstes Spiel STV Deutenbach - SPG Innsbruck 2 endete siegreich 2:0 für uns. Das zweite Spiel STV Deutenbach - SPG Innsbruck 1 ohne ihre drei älteren Jahrgangs-Spieler konnten wir 7:0 gewinnen, gewertet wurde es 3:0 für uns. Das Endspiel hieß STV Deutenbach - ASBO(FR) 1:0. Ich stellte unser System um auf drei Abwehrspieler, zwei Mittelfeldspieler und einen Stürmer, so hatte die Mannschaft noch nie gespielt. Damit wollte ich erreichen, dass die Franzosen noch offensiver agierten und somit ihre Abwehr lockerten. Ich beobachtete auch, dass ASBO gegen jeden Gegner in der zweiten Halbzeit einbrach und in der Abwehr anfällig wurde, und dies wäre unsere große Turniersiegchance. Die Franzosen entgegneten uns mit großen Respekt, auch ihre Fans und Trainer. Sie standen an der Seitenlinie mucksmäuschenstill, nicht so wie einen Tag vorher mit lautem Gebrüll und Schlachtenrufe. Unsere kleinen Stars spielten in der ersten Halbzeit abgezockt und abgebrüht. Dominik wechselte ständig im Sturm die Seiten von links nach rechts, so schaffte er Lücken für unsere Mittelfeldspieler Leon S. und Ricki die dann in die Freiräume hinein stießen und sich einige Torchancen raus spielten. Und die Stürmer von ASBO waren bei Leon P. Marcel und Moritz völlig kalt gestellt. Zur Halbzeit stand es 0:0. Nach dem Anpfiff zur zweiten Halbzeit kam es so, wie ich es mir erhoffte. Der Gegner baute ab und wir spielten noch offensiver, aber der verflixte Ball wollte nicht über die Torlinie. Es dauerte bis vier Minuten vor Abpfiff als Leon P. den Ball in den Lauf von Dominik spielte und der seinem Gegenspieler davon lief und in Bedrängnis den Ball neben den Pfosten zur 1:0 Führung ins Netz ballerte war der Jubel riesengroß bei uns. Als dann der Schiri Abpfiff gab es kein Halten mehr. Die Freude und Jubel kannte keine Grenzen. Kinder, Trainer, Eltern, Großeltern lagen sich weinend in den Armen wie bei einer Weltmeisterschaft. Im Autokorso fuhren wir hupend durch Innsbruck zur Siegerehrung. Wie die Kinder über sich hinaus wuchsen bei diesem Turnier war überwältigend. Jeder einzelner Spieler Dennis, Nico, Marcel, Leon P, Leon S, Leon Z, Ricki, Dominik und Moritz. Moritz war für mich die größte Überraschung in dem Turnier. Ich glaub es lag daran, dass die Großeltern dabei waren. Und Nico hat super gefightet und viel auf die Socken bekommen. Leon Z, klasse Tore gemacht. Nach der Siegerehrung wurde im Mannschafts-Quartier die Sau raus gelassen und der Sieg mit Champagner reichlich begossen bis drei Uhr früh.

Am nächsten Morgen um 10:00Uhr unternahmen wir zum Abschluss gemeinsam eine Bergwanderung auf 1800 Meter, die für Oma Mischi und meiner Wenigkeit sehr anspruchsvoll war.

Bedanken möchte ich mich ganz besonders bei unserem Sponsor der es ermöglichte die Spielerkinder kostenfrei unter zu bringen. Recht herzlichen Dank an Mischi, Oma von Ricki, die noch Andenken auf ihre Kosten den Kindern und Trainern überreichte. Super dass du dabei warst. Danke an die Großeltern von Moritz, das ihr euch Unbekannter Weise Zeit genommen habt und mitgefahren seid und ihr hattet noch die weiteste Anreise aus Leipzig. Das hat Moritz sehr gut getan. Das hat man beim Fußball spielen schon gemerkt, mit was für einer Freude er dabei war. Ihr seid jeder Zeit bei uns willkommen. Danke an alle Eltern. Ihr seid die besten, war echt super und harmonisch. Eine klasse Fußballmannschafts-Ehe von euch.

Und dank an unseren ersten und zweiten Jugendleiter und Verwaltungsrat die sich nicht lumpen ließen und uns eine Finanzspritze zu kommen ließen.